Landsberg-Gründung - Landsberger Stadtführungen

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Landsberg-Gründung

LL & Geschichte > ab 10.Jhdt/Mittelalter
Gründung Landsberg am Lech:

Seit alters her bestand im Nachbarort Kaufering ein Übergang über den Lech (Sandauer Furt), gesichert durch eine Burg. Aufgabe der Burg war es deshalb auch, die Lechbrücke zu schützen. Über sie führte die  wichtige Salzstraße von Reichenhall über Föhring - Kaufering - Kempten zum Bodensee. Auf diesem Handelsweg wurden aber nicht nur Salz, sondern auch Waren aller Art befördert.  
Heinrich der Löwe erreichte 1158 beim KaiserFriedrich (Barbarossa), dass die Salzstraße aus dem Gebiet des Bischofs von Freising bei Unterföhring 10 km flussaufwärts zu den Mönchen verlegt wurde; er erhielt dabei gleichzeitig einen Zollanteil und die Marktgründung zugesprochen. Das war der Beginn der Stadt München. 

Im gleichen Jahr, also 1158, verlegte Heinrich der Löwe die Salzstraße von Kaufering nach Landsberg. Damit verlor die Burg in Kaufering ihre Bedeutung und fing an, zu zerfallen. Gesichert wurde diese neue Salzstrasse durch einen Burgstall, usprünglich gegründet durch die Ministerialen von "Pfetten" - ein heute noch lebendes Geschlecht. (Quellenstelle "in constructione castri Phetine"). Diese hatten ihren Sitz auf dem Landsberger Schloßberg, dem damaligen »Castell Phetine mit einer Peterskapelle«. Der älteste Pfettner war Ortolph de Phetine 1146; Penzing und Pürgen waren ihre ältesten Besitzungen. 1162 erstmalig (urkundlich) erwähnt als "castrum Landespurch" Erst 1310 ist die Burg Landsberg wieder erwähnt, und zwar im Besitz der Wittelsbacher. Diese besaßen sie als Pflegschloß bis zu ihrem Verkauf an die Stadt Landsberg 1799. Es exisitierten also anfänglich sowohl eine herzogliche Burg mit pfettenschen Sitz auf dem Schloßberg (gem.SCHOBER gem seiner Studie in 1918 und dann 1922 über den Schloßberg zu Landsberg) Untermauert wurde diese Theorie ebenfalls durch v. PFETTEN-ARNBACH mit dem Hinweis auf die Urkunde von 1380, in der berichtet wird, daß Ulrich der Pfettner den Herzögen Stephan und Johann "sein haus in der vestn zu Lantzberg ... mit aller zugehorung, was in der vestn rinckmaur gelegen ist" überließ. Man kann also daraus schließen, daß bis 1380 der kleinere Sitz der Pfettner innerhalb der größeren Burganlage Heinrichs des Löwen gelegen hat. 
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